Der Ausdruck „Wildleder“ wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig synonym für Rauleder verwendet. Es stammt von
verschiedenen Tierarten, wobei heute meist Leder von Zuchttieren verarbeitet wird. Leder von wildlebenden Tieren ist
nämlich selten und deshalb auch deutlich teurer.
Die Entwicklung der Wildlederverwendung
Schon in den frühesten Zeiten der Menschheitsgeschichte nutzte man Wildleder zum Anfertigen von Kleidung und
Zeltmaterial. Anfangs wurden dafür vor allem die Häute und Felle jagdlich erlegter Tiere wiederverwendet. Im Laufe der
Zeit entwickelte sich daraus ein eigenständiges Handwerk, das bis in die Gegenwart Bestand hat.
Eigenschaften:
Wildleder ist ein Material, das durch seine besondere Optik und hochwertige Beschaffenheit überzeugt – Faktoren, die auch
den im Vergleich höheren Preis rechtfertigen. Bei entsprechender Pflege bleibt es über viele Jahre hinweg schön, sodass
man lange Freude daran hat. Das strapazierfähige Naturprodukt bietet zuverlässigen Kälteschutz und ist darüber hinaus
schweißabsorbierend, wodurch unangenehme Gerüche reduziert werden. Eine gewisse Anfälligkeit gegenüber Schmutz lässt
sich aufgrund der rauen Struktur nicht vermeiden. Mithilfe spezieller Reinigungsbürsten können Verschmutzungen jedoch
gründlich und schonend entfernt werden.
Pflegetipps:
Da Wildleder empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert, empfiehlt sich eine regelmäßige Imprägnierung zur Vorbeugung gegen
eindringendes Wasser. Wichtig ist dabei ein Abstand von 20 bis 30 cm beim Aufsprühen, um Fleckenbildung zu vermeiden.
Die tägliche Pflege gelingt ideal mit einer Wildlederbürste, wie du sie auch in unserem Shop findest. Der Schmutz wird
entfernt und gleichzeitig bleibt die typische Struktur erhalten. Auf nasse Reinigung sollte verzichtet werden, da sie
dem Material schadet und Flecken verschlimmern kann. Häufiges Bürsten strapaziert das Leder unnötig und sollte daher nur
maßvoll erfolgen.
Fazit:
Wildleder ist ein edles, natürliches Material mit einzigartiger Haptik und Optik. Es muss regelmäßig gepflegt werden,
überzeugt dann aber mit hervorragenden Trageeigenschaften. Dank seiner Wärmeisolierung ist es ideal für die kalten
Jahreszeiten geeignet, durch seine atmungsaktiven Eigenschaften aber auch im Sommer angenehm tragbar. Mit der richtigen
Pflege – etwa durch Imprägniersprays und Bürsten – lässt sich der charakteristische Look ganz einfach bewahren.