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Hutformen

Zylinder

Ob als Hut für das Bürgertum oder den Adel, Schornsteinfeger oder Präsident – der Zylinder ist eine geschichtsträchtige Kopfbedeckung und für die Damen- und insbesondere Herrenmode über die Jahre hinweg von Bedeutung gewesen. Eine beliebt Variante dabei ist der Chapeau Claque– ein Zylinder, der sich mit einem Schlag zusammenfalten lässt. Heute findet ein Zylinder hauptsächlich Verwendung bei festlichen und eleganten Anlässen.

Merkmale:
  • Hoher Hut mit zylinderförmiger Krone
  • Gewölbte, feste Krempe
  • Klassisch in der Farbe Schwarz
Zu den Zylinderhüten

Melone

Diese zeitlose, abgerundete Huform ist als Melone, Derby oder unter dem Namen ihres Erfinders als Bowler bekannt. Ursprünglich wurde der Hut als Reitalternative zum Zylinder entworfen. Sie war insgesamt etwas kleiner und sollte bei Ausritten nicht so leicht durch herabhängende ste vom Kopf gefegt werden. Fürher wurde die Melone meist in der Farbe Schwarz getragen. Mittlerweile wird in der Fashionwelt die klassische Form in den unterschiedlichsten Farbvariationen raffiniert zur Alltags- und Festgarderobe in Szene gesetzt.

Merkmale:
  • Eher steife, abgerundete Hutform bzw. Krone
  • Kurze und hochgeschwungene Krempe mit Einfass
  • Meist mit einem dezenten Hutband um die Krone
Zu den Melonenhüten

Fedora

Eine Hutart mit Kultstatus ist der Fedora. Durchgesetzt hat er sich Ende des 19. Jahrhundert als Kopfbedeckung der wohlhabenden Schicht. Heute ist der Fedorahut ein allseits beliebtes Accessoire in der Damen- und Herrenwelt sowie auf den Köpfen angesagter Filmgrößen zu finden. Der Fedora besticht durch sein elegantes, modisches Aussehen und weiß oftmals auch mit einer außerordentlichen Funktionalität zu gefallen.

Merkmale:
  • Klassischerweise leicht nach unten geknickte und hinten hochgestellte Krempe
  • Krone mit zwei tellerförmigen seitlichen Einbuchtungen
Zu den Fedorahüten

Traveller

Ein Travellerhut ist passend für die Bedürfnisse eines Reisenden. Dank seiner durchgehend flachen, meist mittelbreiten bis breiten Krempe ist er ein funktionaler Begleiter für ein individuelles Abenteuer. Der Traveller ist ein anpassungsfähiger Hut, der – je nach Material – auch gern mal Wind und Wetter trotzt und optimalen Hitze- sowie UV-Schutz bietet. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Hüte oftmals knautschbar sind, so dass sie gerollt und platzsparend in der Tasche verstaut werden können, ohne dadurch ihre ursprüngliche Form zu verlieren.

Merkmale:
  • Mittelbreite bis breite und flache Krempe
  • Hohe Krone mit tellerförmigen Einbuchtungen, meist umrandet mit einer Garnitur
  • Häufig aus robusten, allwettertauglichen Materialien
Zu den Travellerhüten

Homburger

Bei einem Homburger handelt es sich um eine hohe, aus Filz gefertigte Kopfbedeckung für Herren, die in der Regel mit einem klassischen Ripsband versehen ist. Das Design verbreitete sich schnell zu einem echten Verkaufsschlager und machte in früheren Zeiten Zylinder und Melone in Sachen Herrenmode starke Konkurrenz. Noch heute sorgt der Homburger für ein apartes Erscheinungsbild, weshalb der Hut gerne zu besonderen Anlässen getragen wird.

Merkmale:
  • Geschwungene, mittelbreite Krempe mit eingefasstem Rand
  • Hohe Krone mit einem Mittelkniff (Einbuchtung in der Mitte)
Zu den Homburger-Hüten

Cowboyhut

Robuste Optik und amerikanischer Charme in Kombination mit funktionalen Eigenschaften machen den Cowboyhut zu einem beliebten Accessoire. Die bekannteste Form des Cowboyhutes ist der Cattleman. Dank verschiedenster Materialien wie Stroh, Filz oder Leder findet man den perfekten Begleiter für jede Jahreszeit. Heute werden Cowboyhüte meist von australischen oder amerikanischen Marken wie dem weltberühmten Brand Stetson hergestellt.

Merkmale:
  • Breite und geschwungene Krempe
  • Je nach Typ verschiedene Einbuchtungen auf einer hohen Krone
  • Meist dekoriert mit Hutbändern aus unterschiedlichen Materialien
Zu den Cowboyhüten

Dreispitz

Mein Hut, der hat drei Ecken. Ein Dreispitz ist zum einen als ein Hut mit einer dreiteiligen, nach oben gebogenen Krempe bekannt. Jedoch versteht man mittlerweile unter dem Namen eher einen Trachten-Dreispitzhut bzw. Tirolerhut. Die Kopfbedeckungen für traditionsreiche Anlässe werden meist in Grün oder Grau getragen und mit Bändern, Kordeln oder Federn geschmückt.

Merkmale:
  • Ovale, hohe Krone mit eingekniffenen Stellen
  • Schmale Krempe, die hinten aufgeschlagen ist und vorne spitz zuläuft
Zu den Dreispitzhüten

Kreissäge

Ein nostalgischer Klassiker ist die Kreissäge, auch bekannt unter dem Namen Boater oder Matelot. Der Hut ist zudem die typische Kopfbedeckung der venezianischen Bootsgondolieri. Es handelt sich hierbei um einen kreisförmigen Strohhut, der gerne in der Sommerzeit von Herren getragen wird und eine gewisse Ähnlichkeit zum Pork Pie aufweist. Die Kopfbedeckung spiegelt die Hutmode Ende des 19. Jahrhunderts wider, die bei Ausflügen und Tanzveranstaltungen zum guten Stil des Mannes gehörte. Heute wird der Hut zu formellen Anlässen sowie alltäglichen Sommeroutfits getragen.

Merkmale:
  • Kreisförmige, flache Krone mit einem einfarbigen oder gestreiften Garniturband
  • Schmale bis mittelbreite, runde sowie flache Krempe
Zu den Kreissäge-Hüten

Glocke

Ein besonders beliebtes Accessoire aus den 1920er Jahren ist der Glockenhut, auch unter dem französischen Wort Cloche bekannt. Bei der Kopfbedeckung handelt es sich, wie der Name schon verrät, um einen glockenförmigen Hut, der früher gerne tief über die Stirn gezogen wurde, um so die Schönheit der Augen zu betonen. Heutzutage variieren Damen gerne mit der Krempenbreite und Farbe ihres Glockenhuts, wobei nicht selten auch hübsche Applikationen zum Einsatz kommen.

Merkmale:
  • Runde Kopfform
  • Nach unten abfallende Krempe
Zu den Glockenhüten

Schlapphut

Ein heißer Tipp für Sommertage sind Schlapphüte. Charakteristisch ist die breite, ausladende Krempe. Dank dieser ist die Kopfbedeckung ein Klassiker für die warme Jahreszeit, da die Krempe ein optimales Schattenplätzchen für Kopf, Gesicht und Nacken bietet. Mit den unterschiedlichen Materialien finden Frauen zu jeder Jahreszeit ein passendes Modell. Der Schlapphut ist zwar eine beliebte Kopfbedeckung der Damen, mischt aber ebenso die Hutwelt der Herren auf.

Merkmale:
  • Runde Kopfform
  • Ausladende, nach unten abfallende Krempe
Zu den Schlapphüten

Pork Pie

Der Namen des Hutes ist aufgrund der Ähnlichkeit in der Form auf eine britische Schweinefleischpastete zurückzuführen. Durch Film, Fernsehen und Musik erlangte der Pork Pie seine Beliebtheit. Die runde Form in Kombination mit modernen Designs und Farben bereichert die Damen- und Herrengarderobe. Ein Pork-Pie-Hut ist sowohl für hippe und moderne als auch für elegante oder stilvolle Looks ein echter Hingucker.

Merkmale:
  • Runde Form
  • Flache Krone mit tellerförmigen Einbuchtungen (Tellerbeule)
  • Eher schmale und nach oben geschwungene Krempe
  • Ein- oder mehrfarbiges Hutband mit Schleife
Zu den Pork-Pie-Hüten

Trilby

Aufgrund seiner ähnlichen Form wird der Trilby häufig als kleiner Bruder des klassischen Fedoras bezeichnet. Das Original wurde aus Filz hergestellt, heutzutage gibt es jedoch Modelle aus allen erdenklichen Materialien. Der Trilbyhut ist mit seinem modernen Schnitt vielseitig einsetzbar und verleiht dem Outfit einen zeitlosen Feinschliff.

Merkmale:
  • Vorne leicht nach unten abfallende und hinten nach oben verlaufende Krempe
  • Niedrige bis mittelhohe Hutkrone mit seitlichen Einbuchtungen
Zu den Trilbyhüten

Fischerhut

Der klassische Fischerhut kommt aus dem Anglerbereich und ist daher auch als Anglerhut bekannt. Durch seine strapazierfähigen Eigenschaften ist der Hut ein beliebtes Accessoire bei Outdoorfans. Doch auch im Grostadtdschungel erfreuen sich die sogenannten Bucket Hats im Sommer und Winter großer Beliebtheit. Die Hüte können beliebig variiert werden und sind selbst bei renommierten Marken inzwischen hoch im Kurs.

Merkmale:
  • Kurze, schmale Krempe
  • Niedriger, zylinderförmiger Kopf
  • Meist aus Stoff gefertigt und somit praktisch faltbar
Zu den Fischerhüten

Schute

Die Schute ist ein moderner Nachfolger der Rokokohaube und stellt eine Kombination aus Hut und Kappe dar. Die asymmetrisch geformte Krempe bietet optimalen Sonnenschutz und betont gleichzeitig das Gesicht. Daher ist die Schute der ideale Sommer- und Urlaubshut, glänzt aber ebenso in kuscheligen, winterlichen Kreationen.

Merkmale:
  • Eher hohes, rundes Kopfteil
  • Nach vorne hin ausladende Krempe, zum Nacken hin deutlich schmaler werdend
Zu den Schuten

Aufschlaghut

Seinen besonderen Reiz verleiht dem Aufschlaghut die aufgeschlagene Krempe. Zusätzlich setzen Verzierungen wie Hutbänder, Schleifen oder Blumen den Hut raffiniert in Szene. Der vielfältige Kopfschmuck kann sowohl zu lockeren Outfits als auch zur mondänen Garderobe getragen werden.

Merkmale:
  • schmale bis mittelbreite Krempe mit Aufschlag (entweder teilweise oder komplett)
  • Krone kann verschiedene Formen haben, ist meist aber rund
Zu den Aufschlaghüten

Fascinator

Kein klassischer Hut, aber eine wunderschöne und festliche Alternative für den Kopf ist ein Fascinator. Dabei handelt es sich um einen eleganten Kopfschmuck, der mit einem Haarreif, Haarnadeln oder Bändern im Haar befestigt wird. Die schönen Arrangements werden in unterschiedlichen Farben, Formen und Größen mit einem feinen Outfit zu einem echten Hingucker.

Merkmale:
  • Aufwendige Arrangements kombiniert mit Federn, Spitze, Blumen oder Perlen
  • Üblicherweise aus sehr leichten und filigranen Materialien
Zu den Fascinators

Player-Hut

Der Player-Hut ist leicht mit dem Pork-Pie-Hut zu verwechseln, gilt allerdings als Symbiose aus Trilby und Fedora. Die runde, unaufdringliche Linienführung des Player-Hutes macht ihn etwas weniger formell und ist daher der perfekte Begleiter für den Alltag oder modern interpretierte Anzug-Looks.

Merkmale:
  • Mittelgroße Krone mit einem tiefen Längskniff in der Mitte und zwei seitliche Einkerbungen (Pinch)
  • Kurze, kompakte und leicht hochgebogene Krempe
Zu den Player-Hüten

Welche Hutformen gibt es?

Seit vielen Jahrhunderten schmücken unterschiedliche Kopfbedeckungen Damen und Herren gleichermaßen. Ein Blick in die Hutgeschichte zeigt, dass sich begleitend zu den verschiedensten Modetrends eine Vielzahl damit gut kombinierbarer Hutmodelle entwickelt haben. So ist eine eigene Welt an Designs, Formen und Funktionen entstanden. Der Hut ist nicht mehr nur ein funktionales Accessoire, sondern vielmehr als modischer Bestandteil vieler Outfits nicht mehr wegzudenken. Bei der riesigen Auswahl an Hutarten gilt es, das passende Modell zu finden und entsprechend zu kombinieren. Um den Überblick zu behalten, haben wir eine Navigationshilfe zu den verschiedenen Hutformen zusammengestellt. Schauen Sie auch in unserem Hutfinder vorbei. Hier finden Sie weitere, interessante Hilfestellungen auf dem Weg zu Ihrem Traumhut.

Hutanatomie

Wie ist ein Hut aufgebaut und welche unterschiedlichen Teile gibt es? Um sich in dem Fachjargon zurechtzufinden, geben wir einen kurzen Einblick in die wichtigsten Begriffe der Hutanatomie.

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