So wurde der Hut aus Panamastroh bekannt
Bei Panamastroh handelt es sich um die Fasern der Toquilla-Palme, die für die Herstellung klassischer Panamahüte verwendet werden. Diese Palmenart, auch Paja Toquilla genannt, wächst hauptsächlich in Ecuador – dem Ursprungsland der authentischen Panamahüte. Der weitverbreitete Irrglaube, der Hut stamme aus Panama, ist historisch bedingt: Panama diente einst als bedeutender Umschlagplatz für den See- und Landhandel zwischen Nord- und Südamerika. Nachdem US-Präsident Theodore Roosevelt bei einer Besichtigung des Panamakanals im Jahr 1906 solch einen Hut trug, verknüpfte man diesen fälschlicherweise mit dem Namen „Panama“, obwohl er aus Ecuador stammt.
Fertigung des Hutes
Die Herstellung eines echten Panamahuts erfolgt traditionell in aufwendiger Handarbeit und nicht in industriellen Grobetrieben. Dazu werden die Blätter der Toquilla-Palme in feine Streifen geschnitten, befeuchtet und anschließend sorgfältig verflochten. Die Feuchtigkeit macht das Material geschmeidiger und verarbeitungsfreundlicher. Je feiner und gleichmäßiger die Fasern, desto formschöner und qualitativer zeigt sich das Endprodukt. In vielen Fällen wird das Panamastroh im Nachgang gebleicht, kann aber ebenso eingefärbt werden.