
Die Cap-Arten in ihrer Vielfalt
Sie sind im Trend wie niemals zuvor und haben über die Zeit eine unglaubliche Modellvielfalt entwickelt: Caps (häufig auch 'Kappe' oder 'Cappy' genannt) sitzen schnittig auf dem
Kopf und bieten einen praktischen Blend- und Sonnenschutz. Vom sportlichen
Ausrüstungsgegenstand beim Baseball sind Caps zu einem ikonischen Modeaccessoire geworden, das
den persönlichen Stil ganz individuell unterstreichen kann. Wir möchten helfen, sich in dem Dschungel der
Modellvielfalt zurechtzufinden und mit der richtigen Kappe das Outfit zum Strahlen zu bringen.
Dabei gibt
es verschiedene Möglichkeiten, Kappenarten einzuteilen. Im Folgenden fangen wir mit der Unterschidung anhand von
Verschluss, Krone und Schirm an, bis wir schließlich bei den speziellen Cap-Bezeichnungen landen.
Cap-Modelle nach Verschluss
Snapback Caps
Merkmal: verstellbarer Clip mit Druckknopflasche am hinteren Teil der Krone
In der
Hip-Hop-Szene wird der Begriff "Snapback" häufig erwähnt und von vielen fälschlicherweise als Synonym für eine
Cap oder eine trendige Flat Brim Cap (siehe weiter unten) aufgefasst. Die Realität kann ernüchternd sein,
verschafft aber erleichternde Klarheit: Bei einer Snapback Cap handelt es sich lediglich um eine Kappe mit einer
Druckknopflasche. Dadurch ist die Snapback mit einem Plastikteil am Hinterkopf auf verschiedene
Größen verstellbar. Es handelt sich entsprechend um eine Kappe in regulierbarer Einheitsgröße, auch als
One Size bezeichnet.

Strapback Caps
Merkmal: verstellbarer Strap mit Schnalle oder Klett am hinteren Teil der Krone
Hier
haben wir das direkte Pendant zur Snapback Cap. Statt eines Snaps wird die Größe hier jedoch mittels eines
Straps reguliert. Eine Strapback Cap ist also ebenfalls größenverstellbar und kann mithilfe einer
Schnalle oder einem Klettverschluss eingestellt werden.

Fullcaps
Merkmal: nicht verstellbare, komplett geschlossene Krone
Fullcaps umschließen, wie der
Name verrät, den Kopf vollständig. Somit sind sie im Gegensatz zur Strap- und Snapback Cap nicht
größenverstellbar. Durch das geschlossene Hinterteil erhalten sie eine ganz eigene stylische Optik.
Dabei lässt sich in zwei Unterformen der Fullcap unterscheiden:
Fitted Caps müssen
unbedingt in der exakten Kopfgröße gekauft werden, da sie sich nicht verengen oder weiten lassen. Eine etwas
flexiblere Variante sind Flexfit Caps. Sie sind
ebenfalls hinten geschlossen, haben aber ein eingearbeitetes Stretchband, das sich an die Kopfgröße anpassen
kann. Bei Flexfit Caps ist daher immer eine kleine Bandbreite von Größen angegeben, während Fitted Caps genau
eine Größenangabe haben.
Cap-Modelle nach Form der Krone
6 Panel Caps
Merkmal: sechsteilige Krone, meist symmetrisch aufgeteilt
Fangen wir mit dem Klassiker
an, was die Krone betrifft. Die meisten Kappen, allen voran Baseballcaps, sind 6 Panel Caps. Das bedeutet, dass
die Krone aus sechs Teilen gefertigt ist, die zusammengenäht wurden. Diese sechs Teile sind
meistens symmetrisch aufgeteilt und laufen spitz am obersten Punkt der Cap zusammen.
5 Panel Caps
Merkmal: fünfteilige Krone, häufig asymmetrisch aufgeteilt
Um für einen speziellen
modischen Kniff zu sorgen, wurden im Laufe der Zeit auch 5 Panel Caps hergestellt. Die Marke
Supreme brachte das erste Modell 1994 auf den Markt. Seit daher gehören 5 Panel Caps zu jedem
guten Kappensortiment dazu und bieten eine groartige Möglichkeit, das vordere Panel mit einem Logo oder Muster
stylisch in Szene zu setzen. 5 Panel Caps lösen sich von der symmetrischen Aufteilung der Kronenteile und sind
nicht selten mehrfarbig.
Armycaps
Merkmale: gebogener Schirm, eckige Krone, Strapback/Klettverschluss
Kommen wir nun zu
etwas spezielleren Caps. Ein ungebrochener Trend sind Kappen im Military- oder Armystil. Diese Schildmützen
zeigen sich bevorzugt in Camouflage (Olivgrün/Braun) sowie Destroyed-Looks. Armycaps haben im Unterschied zur Baseballmütze eine abgeflachte und weite
Kopfformähnlich einer Dose. Die vermutlich der US-Army entstammende Kopfbedeckung wird im deutschen
Sprachgebrauch auch nach bekannten Trägern benannt, etwa Castro Cap oder Mao Cap.
Visor Caps
Merkmale: gebogener Schirm, ohne Kopfteil (oben offen)
Als reine Sonnenblende für Augen
und Gesicht reicht bereits ein Visor aus. Bei Outdoor-Sportarten
wie Golf oder Tennis sind Visierkappen daher eine praktische und gleichzeitig elegante Lösung. Sie sind
besonders bei den Damen beliebt, da sie anders als geschlossene Kappen nicht die Frisur
ruinieren. Mittlerweile sieht man Visoren sehr häufig mit einem geknoteten Bandana, das die Kopfbedeckung zu
einer praktischen Kombination aus Stirnband, Schirm und Kopfteil macht.
Flatcaps
Merkmale: flache Krone, kurzer Schirm
Es ist die flache Kappe mit den vielen Namen:
Flatcap, Schiebermütze, Schlägermütze, schottische Kappe oder wahlweise auch Newsboy Cap. Von
den vorher genannten Cap-Varianten hebt sie sich ab, indem sie eine sehr flache Krone und einen kurzen Schirm
besitzt, der weitestgehend von der Krone überdeckt wird. Vom Stil her sind Flatcapszeitlos elegant und lassen sich dank abgewandelter Formen und
unterschiedlicher Musterungen aber auch bestens zum Alltagsoutfit kombinieren.
Cap-Modelle nach Art des Schirms
Curved Brim Caps
Merkmal: gebogener Schirm
Schaut man sich die Schirmform verschiedener Caps an, wird
schnell deutlich, dass sie standardmäßig einen gebogenen Schirm haben. Im Fachjargon werden
diese Modelle auch mit der englischen Bezeichnung Curved Brim Caps betitelt. Doch warum wird der Schirm meist
gekrümmt? Die Antwort liegt im verbesserten Sonnen- und Blendschutz für das Gesicht und allen
voran den Augen. Zudem ist die Form windschnittiger und kompakter. Deshalb haben z. B. fast alle funktionalen
Performance Caps einen gebogenen Schirm.

Flat Brim Caps
Merkmal: gerader Schirm
Flat Brim Caps sind allen voran eins: ein lässiges
Modeaccessoire. Sie haben ihren Ursprung in der Hip-Hop-Szene und es handelt sich dabei um eine
Sammelbezeichnung für Caps mit flachem Schirm. Flat
Brim Caps sind also ideal geeignet für diejenigen, die eine ordentliche Portion Street-Style in ihr
Outfit bringen möchten. Verschiedene Variationen sind ebenfalls möglich: So kann man den Schirm der Flat Brim
Cap auch leicht nach oben biegen, sodass sie fast im Stil einer Cycling Cap auf dem Kopf sitzt.
Docker Caps
Merkmal: Cap ohne Schirm
Huch, wo ist denn der Schirm hin? Ja, völlig richtig gesehen.
Bei der Docker Cap verabschieden wir uns
vollkommen vom Schirm als Sonnenschutz. Der fehlende Schirm ist ein Opfer, das erbracht wurde, um ein modisches
Trendaccessoire zu erschaffen. Abgeguckt wurde sich dieser Stil von früheren Hafenarbeitern
(Docker), die eine Mütze tragen mussten, welche nicht so schnell vom Wind erfasst wird. Diesen ganz besonderen
Style der Docker Cap gibt es mit verschiedenen Verschlüssen: ob als Snapback, Strapback oder Fullcap bleibt dem
persönlichen Geschmack vorbehalten.
Weitere Cap-Bezeichnungen
Baseballcaps
Merkmale: gebogener Schirm, meist sechsteilig, als Fitted Cap oder Snapback
Sie ist der
Ursprung aller Caps. Erstmals wurde eine Baseballkappe von den New York Yankees im Jahr 1849
getragen. Abgesehen davon, dass sie ganz früher aus Stroh gefertigt wurden, kennt man Baseballcaps klassisch mit einer sechsteiligen Krone
und einem gekrümmten Schirm. Üblicherweise handelt sich dabei entweder um Snapbacks oder Fullcaps. Eine weitere
gängige Bezeichnung für diese Cap-Art ist die verkürzte Form "Basecap".
Trucker Caps
Merkmale: gebogener Schirm, Netzteil, Snapback
Die Truckercap (auch: 'Trucker Cap' oder 'Mesh Cap'), deren Name von den Caps der
Fernfahrer abgeleitet ist, kann als besondere Form der Baseballcap gesehen werden. Typisch ist hier das
Netz am Hinterkopf, das angenehme Luft an den Kopf lässt. So kommt es auch bei längeren Fahrten
nicht zu verschwitzten Haaren oder einer Überhitzung des Kopfes. Natürlich wird die Truckercap schon lange nicht
mehr nur von Truckern getragen, sondern findet sich auch immer öfter in stylisch modernen Outfits wieder.
Dad Caps
Merkmale: gebogener Schirm, unverstärkte Front, schlichtes Design, ohne Aufdruck
Die
einen schreißen "Langweilig!", die anderen "Cooler Retro-Look!". Aber wie genau sehen die sogenannten Dad Caps aus? Sie sind schlicht, haben eine
unverstärkte Front und einen gebogenen Schirm - sie sind also eine Kappe, die ein eingefleischter Familienvater
mit gelassener Selbstverständlichkeit tragen würde. Daher kommt auch der Name Dad Cap oder Dad Hat. Durch ihre
Vintage-Optik sind diese Kappen wieder stark im Trend, was sie zu einem nicht zu
unterschätzenden Modeaccessoire macht.
New Era Caps
Zu guter Letzt muss noch ein Big Player im Cap-Geschäft genannt werden: New Era. Die Marke besitzt, neben 47 Brand, die meisten Lizenzen zum Verkauf von American Sports Caps von der NBA, MLB, NFL und NHL. Dabei hat New Era diverse eigene Namen für seine Cap-Modelle entwickelt – von beispielsweise der 9Twenty, 9Forty, 9Fifty oder 39Thirty bis hin zur berühmten 59Fifty. New Era ist in der Fashion-Welt ein echtes Markenzeichen, sodass einige Träger auch nicht den originalen Sticker auf der Cap entfernen, um deren Echtheit zu beweisen.

Alle Cap-Types im Überblick
- 6 Panel Caps
- 5 Panel Caps
- Army Caps
- Baseballcaps
- Curved Brim Caps
- Dad Caps
- Docker Caps
- Flat Brim Caps
- Flatcaps
- Fullcaps
- New Era Caps
- Snapback Caps
- Strapback Caps
- Trucker Caps
- Visor Caps