Viskose
Was ist Viskose? Viskose zählt zu den Kunstfasern, wird jedoch aus natürlicher Zellulose gewonnen. Die Zellulose, ein biologisch abbaubarer Rohstoff, stammt in der Regel aus Holz. Damit sie zu Viskose verarbeitet werden kann, wird sie mithilfe chemischer Verfahren zu einer zähflüssigen Spinnlösung aufbereitet. Diese Masse wird anschließend zu einem Endlosfaden verarbeitet. Der Begriff „Viskose“ leitet sich dabei vom physikalischen Ausdruck „Viskosität“ ab, der die Zähflüssigkeit einer Substanz beschreibt.
Im Gegensatz zu Baumwolle erlaubt die chemische Herstellung von Viskose eine gezielte Beeinflussung von Struktur, Farbnuancen sowie Dicke und Länge der Fasern. Unter den Markenbezeichnungen Modal und Tencel bzw. Lyocell werden ebenfalls Zellulosefasern angeboten, die durch etwas höhere Strapazierfähigkeit überzeugen. Auch Produkte wie Cellophan – bekannt als Frischhaltefolie – entstehen auf Grundlage des Viskoseverfahrens.
Viskose gilt als unkompliziert in der Pflege: Waschbar bei bis zu 40 °C und reduzierter Schleuderzahl. Flüssigwaschmittel ist zu bevorzugen, da Pulverrückstände in den Fasern zurückbleiben können und die Oberflächenstruktur der Textilien auf Dauer beeinträchtigen.