Mitra
Was ist eine Mitra? Als Mitra bezeichnet man die religiöse Kopfbedeckung vieler kirchlicher Würdenträger. Sie besteht aus zwei zugespitzten Schilden, die an der Stirn- und Nackenseite miteinander verbunden sind, und ist mit einem weichen Innenfutter ausgestattet. Verziert wird die auffällige Mütze mit zwei schulterlangen Bändern, die auf der Rückseite befestigt sind und das Alte sowie das Neue Testament symbolisieren.
Die Mitra wird heute vorwiegend von Bischöfen, dem Papst eingeschlossen, sowie einigen Äbten während ihres Amtes getragen. Die Kopfbedeckung galt einst als Kennzeichen arabischer Fürsten und wurde mutmaßlich im 11. Jahrhundert von den Bischöfen übernommen. Seitdem zählt sie zur Amtsbekleidung in vielen christlichen Kirchen. Die ursprüngliche griechische Bedeutung (gr. mitra = Stirnbinde) lässt vermuten, dass die Mitra einstmals lediglich ein Stirnband darstellte und sie auch heute eher dezent gehalten ist.
Zudem ist erwähnenswert, dass eine einfache Falttechnik für Servietten ebenfalls den Namen Bischofsmütze trägt, weil die Faltform der einer Mitra ähnelt.