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Fez

Was ist ein Fez? Der Fez, der auch „Fes“ oder „Tarbusch“ genannt wird, ist eine Kopfbedeckung, die früher vor allem im Orient und Balkan weitverbreitet war und nach der marokkanischen Stadt Fès benannt ist.

Dieser besondere Hut besitzt die Form eines Kegelstumpfes mit flachem Deckel und wird meist aus rotem Filz gefertigt. In der Mitte des Deckels ist eine lange Quaste befestigt, die seitlich am Kegelstumpf hinunterhängt und in den meisten Fällen schwarz, blau oder golden ist.

Der genaue Ursprung der Kopfbedeckung ist unbekannt. Sie war jedoch vor ihrer Etablierung im Osmanischen Reich auch schon an der gesamten nordafrikanischen Küste verbreitet, wobei vermutet wird, dass der Fez ursprünglich aus dem griechischen Raum stammt. Im Sinne einer stärkeren Westorientierung wollte Sultan Mahmud II. die offizielle Traditionskleidung der Reichsbediensteten reformieren und hatte dabei zunächst den europäischen Dreispitz im Blick. Als seine Berater ihn jedoch auf die christliche Symbolträchtigkeit der Dreifaltigkeit hinwiesen, lehnte er diesen Hut für seinen Zweck wieder ab. Als kurz darauf eine Schiffsladung mit Fez-Hüten aus Tunesien ankam, entschied er sich stattdessen für diese neue Kopfbedeckung. 1826 wurde der Fez daraufhin offiziell für die Armee eingeführt und schon kurz darauf auch für die zivile und religiöse Dienerschaft.

Auch nichtmuslimische Bürger waren gezwungen, ihn zu tragen, was als optische Vereinheitlichung der verschiedenen Bürger des Osmanischen Reiches gesehen werden sollte. Sogar Frauen trugen den Fez, allerdings in einer kleineren Version ohne Quaste.

Der Fez in seiner ursprünglichen Form wird heute auch noch in Tunesien und Marokko getragen, ist jetzt jedoch fast doppelt so hoch und mit längeren Quasten bestückt als der sonst bekannte Fez.